Neuer Vorsitz bei der GGL: Hochgrebe leitet Vorbereitungen auf die Evaluierung des GlüStV 2021 ein
Geschrieben von Theo Long · 15.8.2026

Neuer Vorsitz bei der GGL: Hochgrebe leitet Vorbereitungen auf die Evaluierung des GlüStV 2021 ein

Der Führungswechsel und seine Hintergründe
Am 1. Juli 2026 übernahm Christian Hochgrebe, Staatssekretär für Inneres in Berlin, den Vorsitz im Verwaltungsrat der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und löste damit Sandro Kirchner ab, während diese jährliche Rotation mit den Vorbereitungen auf die gesetzlich vorgesehene Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 einhergeht, deren Abschluss bis Ende 2026 geplant ist. Die Übernahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Behörde ihre internen Strukturen anpasst, um die anstehende Prüfung des Vertrags umfassend zu unterstützen, und Beobachter verweisen auf die kontinuierliche Rotation als etabliertes Verfahren zur Verteilung der Verantwortung unter den Ländern.
Hochgrebe bringt Erfahrung aus der Berliner Landespolitik mit, wo er sich zuvor mit Fragen der inneren Sicherheit und Verwaltungsorganisation befasst hatte, und die Behörde dokumentiert diesen Wechsel als Teil der routinemäßigen Übergabe, die seit der Gründung der GGL praktiziert wird. Die Evaluierung des GlüStV 2021 wird sich unter anderem mit den Regelungen zu Online-Casinospielen wie Blackjack beschäftigen und gleichzeitig Maßnahmen zur Eindämmung des Schwarzmarktes sowie zur Optimierung von Lizenzverfahren prüfen, wobei Daten aus den ersten Jahren der Anwendung einbezogen werden sollen.
Die Aufgaben der GGL im Kontext der anstehenden Prüfung
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder koordiniert die Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 auf Bundesebene und überwacht die Lizenzierung von Anbietern sowie die Einhaltung von Werberichtlinien, während die bevorstehende Evaluierung eine systematische Bewertung der Wirksamkeit dieser Regelungen erfordert. Hochgrebe übernimmt den Vorsitz genau in der Phase, in der erste vorbereitende Analysen zu den Auswirkungen der Online-Regulierungen beginnen, und die Behörde stellt hierfür Ressourcen bereit, um statistische Erhebungen und rechtliche Bewertungen zu bündeln.
Experten beobachten, dass die Rotation des Vorsitzes die Zusammenarbeit zwischen den Ländern stärkt, da jeder neue Vorsitzende spezifische Schwerpunkte aus seiner Landesverwaltung einbringen kann, und im Fall von Hochgrebe stehen Fragen der administrativen Effizienz im Vordergrund. Die Evaluierung bis Ende 2026 wird unter anderem prüfen, wie die bestehenden Vorgaben zu Online-Casinospielen den Marktzugang beeinflusst haben und welche Anpassungen zur weiteren Reduktion illegaler Angebote erforderlich sind.

Vorbereitende Schritte und beteiligte Institutionen
Die GGL hat bereits im Vorfeld der Evaluierung interne Arbeitsgruppen eingerichtet, die Daten zu Lizenzvergaben und Spielerschutzmaßnahmen zusammentragen, während Hochgrebe als neuer Vorsitzender diese Prozesse koordiniert und mit Vertretern der Länder abstimmt. Die offizielle Website der Behörde glücksspiel-behoerde.de veröffentlicht regelmäßig Updates zu diesen Aktivitäten, sodass Interessierte die Fortschritte verfolgen können. Im August 2026 laufen die ersten Konsultationen mit externen Sachverständigen, die die Grundlage für die abschließende Bewertung bilden sollen.
Die Prüfung des GlüStV 2021 umfasst neben den Online-Casinospielen auch Aspekte der Werbung und des Jugendschutzes, wobei die Behörde auf bestehende Berichte aus den Jahren 2022 bis 2025 zurückgreift, um Veränderungen im Spielverhalten zu analysieren. Hochgrebe betont in seiner neuen Funktion die Notwendigkeit einer datenbasierten Vorgehensweise, die sowohl quantitative Erhebungen als auch qualitative Einschätzungen aus der Praxis einbezieht.
Ausblick auf die Evaluierung bis Ende 2026
Die gesetzliche Frist für die Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 sieht eine umfassende Berichterstattung bis Ende 2026 vor, und die GGL unter Hochgrebe stellt sicher, dass alle relevanten Daten bis dahin vorliegen, sodass die Länder fundierte Entscheidungen über mögliche Anpassungen treffen können. Die Auseinandersetzung mit dem Schwarzmarkt bleibt ein zentrales Element, da die Behörde weiterhin Maßnahmen zur Identifikation illegaler Anbieter entwickelt und diese in die Evaluierung einfließen lässt.
Beobachter der Regulierungslandschaft verfolgen, wie die neue Führung die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen intensiviert, um eine kohärente Bewertung aller Vertragsbestandteile zu gewährleisten, und die Ergebnisse sollen sowohl für die Weiterentwicklung der Lizenzpraxis als auch für den Spielerschutz genutzt werden. Die jährliche Rotation des Vorsitzes gewährleistet zudem, dass unterschiedliche Perspektiven aus den Ländern in die Vorbereitung einfließen.
Fazit
Der Wechsel zu Christian Hochgrebe als Vorsitzendem des Verwaltungsrats der GGL am 1. Juli 2026 markiert den Beginn einer intensiven Vorbereitungsphase auf die Evaluierung des GlüStV 2021, die bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll, und die Behörde konzentriert sich dabei auf die systematische Erfassung von Daten zu Online-Casinospielen und Schwarzmarktaktivitäten. Die koordinierte Arbeit unter der neuen Führung unterstützt die Länder bei der Bewertung der bisherigen Regelungen und bereitet fundierte Entscheidungen für die kommenden Jahre vor.